Kräuterspirale

Kräuterspirale/Kräuterschnecke

Kräuterspirale

 

Was ist eine Kräuterspirale?

Unter dem Begriff „Kräuterspirale“ wird ein spezielles Beet, welches spiralförmig angeordnet ist und eine dreidimensionale Form aufweist, verstanden. Der Name „Kräuterschnecke“ ist ebenfalls geläufig.
Mit dem Anlegen einer Kräuterspirale können unterschiedlichen Pflanzen, mit verschiedenen Bedürfnissen, auf engem Raum optimale Wachstumsbedingungen geboten werden. Das Grundprinzip der Kräuterspirale ist ein landschaftlich ökologisches Konzept welches nachhaltiges und ökonomisches Wirtschaften ermöglicht (permakulturelle Gestaltung).

 

Wie funktioniert eine Kräuterschnecke?

Kräuterschnecke kaufenDie Kräuterschnecke wird spiralförmig auf einem Hügel angelegt, dadurch ergeben sich verschiedene mikroklimatische Bedingungen (Zonen), welche sich positiv auf das Gedeihen der Pflanzen auswirken. An der Südseite der Kräuterspirale wird ein Standort mit voller Sonneneinstrahlung erzeugt, die Nordseite ist bestens für Gewächse geeignet, die halbschattige Plätze bevorzugen.
Der Fuß der Schnecke dient Pflanzen mit einem hohen Feuchtigkeitsbedarf als Habitat, denn hier sammelt sich Regenwasser. Einige Varianten der Kräuterspirale verfügen am Fuß auch über einen kleine Teich für Gewächse, die in Nässe gedeihen. Die obere Spitze der Schnecke ist recht karg und daher für Pflanzen vorgesehen, die an trockenen Standorten wachsen.

Um ein bestmögliches Ergebnis bei der Pflanzenpflege erzielen zu können, sollte eine Kräuterspirale nicht zu klein angelegt werden, denn um die spezifischen mikroklimatischen Bedingungen erzeugen zu können, müssen deutlich ausgearbeitete Schatten- sowie Sonnenplätze angelegt werden.

 

Die 4 Zonen der Kräuterschnecke

Das spiralförmige Pflanzenbeet wird durch Steine begrenzt, welche auch die charakterisierende Form schaffen. Die Steine werden zur Mitte hin spiralförmig aufeinander gesetzt, zudem erfolgt eine Aufschüttung verschiedener Substrate in den einzelnen Zonen, um optimale Wachstumsbedingungen zu schaffen. Eine Kräuterschnecke muss in jedem Fall immer nach Süden ausgerichtet sein.

Die Mittelmeerzone, die oberste Zone ist besonders sonnig, hier sollte der Boden aus einem Sand-Kalk-Gemisch bestehen. Gewächse wie Thymian, Salbei, Lavendel, Currykraut, Majoran und Rosmarin gedeihen in der Mittelmeerzone.

Die normale oder reguläre Zone besteht aus humosem Boden im Halbschatten. Das Supstrat kann mit Komposterde angereichert werden. Als Bepflanzung eignen sich Oregano, Koriander, Sauerampfer und Melisse.

Richtung Fuß der Spirale folgt dann die feuchte Zone. Sie entspricht mitteleuropäischen Wachstumsbedingungen. Das Substrat sollte humos sein und relativ durchlässig. Schnittlauch, Estragon, Petersilie und Kerbel eignen sich für eine Bepflanzung dieser Zone.

Am Ende der Kräuterspirale kann ein kleiner Teich angelegt werden, dieser fungiert als Wasserzone.
Das Wasser muss sich auf der Südseite an der Schnecke befinden. Pflanzen wie Wasserminze, Bachbunge und Brunnenkresse gedeihen hier bestens. Die Wassernuss kann direkt auf den Teich gesetzt werden.

An einem sonnigen Standort zwischen den Steinen herrschen ideale Bedingungen für Gewächse wie den Mauerpfeffer.

 

Verschiedene Kräuterspiralen finden Sie hier!

 

Pflegehinweise

Zu Beginn muss die Kräuterspirale häufig gegossen werden, die sollte stets von oben herab geschehen. Eine Auflockerung des Bodens hilft den Wurzeln der Gewächse, Wasser adäquat aufzunehmen. Im Frühling und Herbst ist eine ökologische Düngung (Kompost) ratsam. Chemischer Dünger ist nicht geeignet. Im Winter schützt Vlies die Gewächse und ihre Wurzeln vor Frost. Einige Pflanzen sind nicht winterhart und müssen daher in der kalten Jahreszeit im Inneren untergebracht werden.

 

Besonderheiten

Um einen optimalen Wuchs der Kräuterpflanzen zu gewährleisten, muss auf die jeweiligen spezifischen Bedingungen der einzelnen Arten eingegangen werden.
Salbei neigt zu hohem Wuchs und sollte daher in Ecken platziert werden. Die steinernen Begrenzungen verhindern so das Wuchern der Pflanzen. Basilikum und Brunnenkresse gedeihen besser, wenn sie direkt in die Spirale gesät werden. Dill und Salbei, Majoran und Basilikum sowie Borretsch und Petersilie sollten nicht direkt nebeneinander stehen. Sie behindern sich gegenseitig im Wachstum.

 

Bauweise

Für den Bau der Spirale sollte zunächst ein Grundgerüst auf dem Boden festgesteckt werden. Die Öffnung der Schnecke ist hierbei nach Süden gerichtet. Die Grundfläche wird etwa einen Spaten tief ausgehoben, dann wird die Fläche mit Kies aufgeschüttet. Der Bau erfolgt mit natürlichen Steinen oder Mauersteinen, welche stets eine kleine Neigung nach innen aufweisen sollten. Wenn das Gerüst steht, kann die Auffüllung mit den verschiedenen Bodenarten erfolgen. In der Mitte ist eine Höhe von etwa 80 Zentimetern ideal. Anschließend können die Gewächse gepflanzt werden. Wie große die gesamte Anlage gestaltet wird, richtet sich nach der gewünschten Menge der Pflanzen sowie nach vorhandenem Platz.
Praktisch sind vollständige Bausätze für das Gerüst einer Kräuterspirale. 3 bis 6 Quadratmeter sind nötig, besser sind jedoch mehr Quadratmeter.

 

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